Archiv für die Kategorie ‘Betriebssysteme’

AWStats Statistiken mit Passwort schützen

Freitag, 04. Juni 2010

AWStats ist ein freies Tool, dass Logs von Linux-basierten Server ausliest und Besucherstatistiken generiert. Das Tool funktioniert recht gut, einfach und zuverlässig. Dazu kommen viele Einstellungsmöglichkeiten, die die Anzeige der Statistiken, Sprache, Auswertung und Datenschutz bestimmen. AWStats lässt sich auch auf dem gleichen Server für verschiedene Webseiten generieren, was sehr nützlich ist für Server, auf denen Virtual Hosting läuft. In diesem Tutorial werden wir erläutern wie AWStats pro Web mit einem eigenen Passwort versehen werden kann, so dass man nur die Statistiken zu sehen bekommt, die man darf.

Die Standardaufstellung ist, dass man die AWStatss Stastiken für die Seite use-blog.de auf dieser Art und Weise aufruft:

http://use-blog.de/stats/awstats.pl?config=blog

Der Parameter “blog” bestimmt welche Konfigrationsdatei von allen solchen Dateien von AWStats zu laden ist. Diese Konfigurationsdatei enthält verweise darauf welche Logdateien zu analysieren sind. Somit können die einzelenen Statistiken für die verschiedene Webs generiert werden. Jedes Web muss natürlich eigene Access und Error Logs haben. Nehmen wir an, dass die Konfigurationsdatei für use-blog.de awstats.blog.conf heißt. Hier sind die Werte, die man in der Datei abändern muss, um die Statistiken mit Passwort zu versehen:

AllowAccessFromWebToAuthenticatedUsersOnly=1

Diese Option besagt, dass man nur Besuchern Zugriff gewährt, die sich per Benutzer und Passwort angemeldet haben. Welcher Benutzer sich anmelden darf, wir mit folgender Option festgestellt:

AllowAccessFromWebToFollowingAuthenticatedUsers=”blog_user”

Der Benutzer “blog_user” muss sich nach Passwort eingabe einloggen, damit er die Statistiken sehen darf. Damit überhaupt eine Passwortaufforderung kommt, muss der Virtual Host oder die .htaccess Datei von diesem Web um folgende Einstellung ergänzt werden und anschließend der Apache Server neu gestartet werden:

<VirtualHost …>

ServerName use-blog.de

<Location /stats>
   AuthType Basic
   AuthName “Statistik-Bereich”
   AuthUserFile /www/htdocs/blog/stats_account
   Require valid-user
 </Location>

</VirtualHost>

Die Direktive “Location” besagt, dass auf dem Ordner /stats nur nach erfolgreicher Anmeldung per Benutzer und Passwort zuzugreifen ist. Die Datei, die die Hashwerte vom Passwort enthalten, heißt in dem Beispiel stats_account. Dort muss mittels des Befehls “htpasswd” der Zugang abgelegt werden. Hier ein Beispiel wie man das macht:

htpasswd -b /www/htdocs/blog/stats_account blog mein_passwort

Hier werden Benutzer “blog” und Passwort “mein_passwort” in die Datei stats_account in Hashform reingeschrieben.

Das wars! Vergessen Sie nicht, die Logdateien in dem VirtualHost und in der AWStats Konfigurationsdatei von der entsprechenden Domain abzugleichen, damit Sie auch die richtigen Statistiken sehen. Für ein Webserver mit VHosting müssen alle VirtualHosts um die Location Direktive ergänzt werden und alle AWStats Konfigurationsdateien angepasst werden.

Windows Media Player 12 auf Taskleiste minimieren/auf WMP 11 downgraden unter Windows 7

Donnerstag, 13. Mai 2010

Die oft gejubelte neue Betriebssystemversion von Microsoft – Windows 7, hat eine komplett neue Benutzerinteraktion eingeführt. Unter anderem werden offene Programme per Mouseover mittels Buttons auf der kleinen Vorschau gesteuert. Windows 7 kommt mit einer neuen Version von Windows Media Player – 12, im Gegensatz zu der 11-er Version von Windows Vista. Die 12-er Version von WMP ist in vielen Bereichen leichter und einfacher zu nutzen, jedoch fehlt aufgrund der Funktionalität von Windows Media Player 12, der Richtlinien von Windows 7 und der neuen Nutzeroberfläche eine oft genutzte und entscheidende Funktion – das Minimieren von Windows Media Player 12 in die Taskleiste, wobei ein Miniplayer direkt auf der Taskleiste eingeblendet werden sollte.

Das ist im Windows 7 nicht mehr möglich. Stattdessen werden Wiedergabebuttons per Mouseover vom Programm in der Taskleiste angezeigt, die jedoch etwas langsam kommen und es ist keine Lautstärkeänderung möglich. Insbesondere für Nutzer wie ich, die sich seit vielen Jahren ans Miniplayer gewohnt haben, ist das ein Nutzungsbruch.

Welche Auswege gibt es?

Downgrade auf Windows Player 11 unter Windows 7 – ich habe das erfolgreich bei mir geschafft, da mir WMP 11 besser gefällt. Hier sind die Schritte (auf eigene Gefahr!!)

  1. Eine Installationsdatei herunterladen von dieser Adresse.
  2. Tippen Sie services.msc in der Kommandozeile
  3. Stoppen Sie den Service Windows Media Player Network Sharing Service
  4. Übernehmen Sie den Zugriff auf alle Dateien unter Programme/Windows Media Player, alle Dateien die mit wmp* anfangen und die Datei wmploc.dll.mui (Suchen Sie danach).
  5. Führen Sie die unter (1) heruntergeladene Datei aus
  6. Tippen Sie regedit in der Kommandozeile und löschen Sie folgenden Eintrag aus der Registry, nach dem Sie ein Backup davon machen - HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\MediaPlayer\Setup\Installed Versions
  7. Starten Sie Windows 7 neu
  8. Anbei ein Screenshot des Miniplayers auf der Taskleiste von Windows Media Player 11 unter Windows 7

    WMP11 auf Windows7

    WMP11 auf Windows7

Windows Media Player 12 in die Taskleiste minimieren (nur Windows 7 32-bit) (auf eigene Gefahr!!!)

Seit ein Paar Wochen gibt es die Möglichkeit eine DLL Datei von Windows Media Player 12 mit einer verälteten aus WMP 11 zu überschreiben, die sich genau um die Funktionalität des Minimierens in die Taskleiste kümmert. Da ich das nicht ausprobiert habe, werde ich einfach den folgenden Link posten, wo die einzelnen Schritte verfolgt werden können. Das habe ich selber nicht ausprobiert, deswegen würde ich vorab die aktuelle Version backupen.

Windows 7 – Skype, ICQ und Messenger ins Systemtray minimieren

Dienstag, 30. März 2010

Die gängigen Instant-Messaging Programme, die man täglich nutzt nehmen viel Platz an der Taskleiste und deswegen werden sie einfach ins Systemtray minimiert. Das erspart Platz und macht die Nutzung einfacher. Natürlich wenn man eine Nachricht bekommt, müssen die Fenster mit den jeweiligen Gesprächspartner an der Taskleiste blinkend angebracht werden.

Seit der Veröffentlichung von Windows 7 gibt es Probleme unter anderen solche Programme ins Systemtray zu minimieren. Das Hauptfenster vom Programm bleibt auf der Taskleiste und kann sogar an dieser fest angeheftet werden. Was ist die allgemeine Lösung, die sowohl die neueste Version von Skype, als auch ICQ und Windows Messenger in das Systemtray minimiert?

Auch wenn die Desktop Anwendung diese Option explizit bei den Einstellungen hat, wird sie durch Windows 7 ignoriert. Deswegen muss mann der Anwendung beibringen in Kompatibilitätsmodus zu laufen. Hier sind die Schritte, die für alle Programme gleich sind.

1. Finden Sie die Verknüpfung zum jeweligen Programm entweder auf dem Desktop, oder unter Start -> Alle Programme
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das jeweilige Icon fürs Programm
3. Wählen Sie Eigeschaften und dann direkt den Reiter Kompabilität
4. Markieren Sie die Checkbox Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für: Windows Vista Service Pack 2. (Sie können auch frühere Windows Versionen wählen)
5. Klicken Sie auf OK und führen Sie das Programm erneut aus. Wenn Sie das Fenster schließen, wird es ins Systemtray minimiert.

Weitere Probleme

Eine neue Fähigkeit von Windows 7 sind die Mouse-over Funktionalitäten von Programmen, die sich gerade auf der Taskleiste befinden. Beispielsweise werden bei Media-Playern wie Windows Media Player 12 und Media Player Classic Steuerungbuttons für die Wiedergabe von Mediadateien. Das ist ein, unserer Meinung nach, unglücklicher Ersatz für das Minimieren von Windows Media Player in die Taskleiste. Dafür gibt es aber eine Lösung, die wir in unseren nächsten Artikeln veröffentlichen werden.

Speicherplatz unter Vista freigeben und alte Service Pack Installationsdateien entfernen

Montag, 11. Januar 2010

Immer mehr Benutzer von Windows Vista stellen kontinuerlich fest, dass der Speicherplatz von Vista langsam aber sicher verschwindet. Und das auch wenn keine neuen Programme dazu installiert werden und der Rechner einfach für Surfen oder ähnliches eingesetzt wird.

Es gibt den einen oder anderen Schritt, wie man Speicherplatz bei Vista freigeben kann, jedoch sind das die bekannten und offensichtlichen Maßnahmen, die man ergreifen kann. Ich werde versuchen diese Stichwortmäßig zu erwähnen:

  • Löschen Sie alte temporären Dateien – am besten mit dem eingebauten Programm Datenträgerbereinigung. Gehen Sie hierzu unter alle Programme -> Zubehör. Mit diesem Programm leeren Sie Ihren Papierkorb, löschen Ihre temporären Internetdateien, Bug reports, diverse temporäre Dateien und andere nicht benötigte Dateien, die Sie nicht auf Anhieb selber finden.
  • Programme deinstallieren – wenn Sie beispielsweise viele Programme auf dem Hauptlaufwerk von Windows installiert haben und über ein weiteres Laufwerk verfügen, so können Sie diese deinstallieren und auf das freie Laufwerk wieder installieren. Sie können sogar den Speicherort von den eigenen Dateien auf das freie Laufwerk verweisen. Jedoch, um das langsame Verringern vom Speicherplatz zu verhindern, sollten Sie unbedingt…:
  • …Systemwiederherstellung ausschalten – das eingebaute Tool von Vista speichert Abbildungen Ihrer Daten und Systemeinstellungen jeden Tag, damit Sie auf diese zugreifen können, sollten etwas schief gehen und Sie beispielsweise Ihren Rechner nicht mehr starten können. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie das nicht brauchen, so werden hierdurch einiges an Speicherplatz ersparen können.

All das getan? Trotzdem kein Speicherplatz frei? An dieser Stelle komme ich zum Kern dieses Artikels – es gibt Daten, die Windows speichert und Ihnen nicht zur Löschung anbietet. Das sind die Installationsdateien von den Service Packs 1 und 2, die Sie sicherlich installiert haben. Es ist kaum zu glauben wie viel Sie hierdurch freigeben können. Wenn Sie der Meinung sind, dass Vista mit Ihrem Servicepack gut läuft und dass Sie keine Deinstallation/Wiederherstellung des alten Zustands vor der Installation vom Service Pack wünschen, so können Sie auf diese Möglichkeit verzichten und Speicherplatz unter Vista freimachen.  Hier die Schritte für Windows Vista Service Pack 2 (SP2) Speicherplatzfreigebe:

1. Klicken Sie auf Start und dann Ausführen…
2. Geben Sie cmd ein und dann drücken Sie die Eingabetaste. Sie werden ein schwarzes Fenster bekommen, wo Sie Befehle ausführen können.
3. Geben Sie den Befehl compcln.exe und drücken Sie erneut die Eingabetaste. Sie werden dann gefragt, ob Sie zustimmen, dass alle Installationsdateien von allen Service Packs entfernt werden. Bestätigen Sie das entsprechend und lassen Sie den Rechner für eine Weile arbeiten.

Die Aktion hat mir 1,26 GB zurückgebracht.
Ich hoffe, Ihnen mehr. Wenn Sie nach einiger Zeit wieder keinen Speicherplatz haben, installieren Sie Windows Vista auf ein größeres Laufwerk neu.

Vista geht nicht in den Stand-by Modus beim Energiesparplan Höchstleistung

Mittwoch, 30. September 2009

Viele Leute haben behauptet, dass Vista viel schlimmer ist als Windows XP. Einer der Gründe dafür sind die meist-unklaren und versteckten Einstellungen, die uns das Leben schwerer gemacht haben und uns von der Einfachkeit von XP entfernt haben. Heute möchte ich über ein Problem sprechen, das mich seit Monaten gestört hat und zwar:

Wenn der Rechner auf den aktuellen Energiesparplan Höchstleistung eingestellt ist, kann man Windows Vista nicht in den Ruhezustand/Stand-by Modus bringen – er wacht einfach nach 1 bis 10 Sekunden wieder auf. Das kann wirklich einem den Schlaf verderben.

Viele wollen den Rechner ausschalten, jedoch nicht komplett herunterfahren aus diversen Gründen, vor allem weil man vielleicht nicht alles abspeichern möchte oder der Rechner braucht normalerweise zu lange für den Neustart. Hier sind ein Paar Tipps, wie Sie dieses Problem umgehen/fixen können:

1. Ganz einfach – Wechseln Sie auf den Energiesparplan “Ausbalanciert” oder “Energiesparmodus”. Sie werden glücklich feststellen, dass der Rechner problemlos in den Schlafmodus geht. Vielleich aber stellen Sie sich die sofort die Frage – das muss doch an eine Einstellung liegen, die unterschiedlich ist von der jeweiligen beim Energiesparplan “Höchstleistung”. Außerdem möchte man nicht immer wieder den Energiesparplan hin und her wechseln.

2. Energieoptionen für “Höchstleistung” – Sie schauen unter erweiterte Einstellungen vom Sparplan und sehen, dass der Rechner nach so und so viele Minuten in den Standby Modus gehen darf und dass beim Anklicken des Schlaffen-buttons aufm Startmenu, er auch in den Schlafmodus gehen soll. Trivial, aber er tut es nicht – und wieso? Sehr wahrscheinlich (und nach vielen Versuchen festgestellt) deswegen:

  • Es gibt viele Hardwareteile, die den Rechner aus dem Ruhezustand den Rechner wieder aufwachen können, wie z.B. Maus (man braucht sie nur zu bewegen oder eine Maustaste klicken), diverse Netzwerkteile usw. Stellen Sie erstmal sicher, dass diese Möglichkeit abgestellt wird im Systemsteuerung -> Geräte Manager -> Maus -> Erweiterte Einstellungen. usw
  • Das war das Problem bei mir – unter den erweiterten Einstellungen des Energiesparplans finden Sie auch den Hauptknoten – Multimedia-einstellungen. Wenn Sie hingehen und verschiedene Mediendateien teilen, wie z.B. Musik, Videos usw., lässt der Rechner sich nicht in den Standby Modus einschalten, damit es sichergestellt werden kann, dass Sie teilen können – Sie brauchen nur einen Fernseher zu haben, der Ihren Rechner gefunden hat und vielleicht MP3s sich zur Verfügung stellt, dann haben Sie verloren. Stellen Sie die Option, dass der Rechner, auch wenn er teilt, in den Schlafmodus gehen kann und dann ist das Problem gelöst.

Solche Einstellungen mögen sehr intelligent sein, jedoch viel zu komplex und versteckt. Vielleicht sollte man sich künftig darüber Gedanken machen, solche Abhängigkeiten abzufangen und dem User plausibel genug darzustellen.